Dämmung 2026: Kosten, Einsparpotenzial und wie Sie seriöse Angebote erkennen
Fassade, Dach oder Kellerdecke – welche Maßnahme bringt am meisten, was kostet sie, und worauf sollten Sie beim Angebot achten?
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Direkt zu den AngebotenWelcher Bereich bringt am meisten?
Die drei gängigen Einzelmaßnahmen unterscheiden sich stark in Kosten und Wirkung:
Fassade (WDVS): ca. 90–200 €/m², spart typisch 15–25 % der Heizenergie – der größte Hebel, aber auch die teuerste Maßnahme.
Dach: ca. 60–120 €/m², spart typisch 10–20 % der Heizenergie.
Kellerdecke: ca. 15–50 €/m², spart typisch nur 5–10 %, dafür mit die schnellste Amortisation (oft 3–5 Jahre).
Rechenbeispiel Fassade
Für ein freistehendes Einfamilienhaus mit ca. 150–180 m² Fassadenfläche (Baujahr vor 1978, unsaniert) ergeben sich bei einem WDVS mit EPS-Dämmung Gesamtkosten von grob 20.000–25.000 €. Da diese Summe unter dem 30.000-€-Kostendeckel liegt, greift hier nur die 15 % BAFA-Basisförderung (auch mit individuellem Sanierungsfahrplan macht der iSFP-Bonus erst bei höheren Kosten einen Unterschied) – der Eigenanteil sinkt auf etwa 17.000–21.250 €. Die Amortisation über eingesparte Heizkosten allein dauert oft 10–15 Jahre – rechnet man Wertsteigerung und Wohnkomfort mit ein, deutlich weniger.
Förderung 2026 im Detail
Basisförderung: 15 % der förderfähigen Kosten vom BAFA.
iSFP-Bonus: zusätzlich 5 Prozentpunkte bei Umsetzung im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans. Wichtig: Der Bonus wirkt seit der Reform vom 21.07.2026 nur auf den Kostenanteil, der 30.000 € übersteigt – aus 15 % werden für diesen Anteil 20 %. Bei Gesamtkosten unter 30.000 € bleibt es also bei 15 %, auch mit iSFP.
Kostendeckel: förderfähige Kosten bis 30.000 € pro Wohneinheit, mit Sanierungsfahrplan bis 60.000 € – erst dieser höhere Deckel macht den iSFP-Bonus überhaupt nutzbar.
Alternative: Steuerbonus nach § 35c EStG (20 % der Kosten über drei Jahre, max. 40.000 €) – aber nicht gleichzeitig mit dem BAFA-Zuschuss für dieselbe Maßnahme.
Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 21. Juli 2026.
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Checkliste: Woran erkennen Sie ein seriöses Dämm-Angebot?
- Das Angebot nennt Dämmstoff, Dämmstärke und U-Wert nach der Maßnahme konkret – nicht nur "moderne Dämmung".
- Fenster und Türen werden vor der Fassadendämmung eingebaut, nicht danach – die falsche Reihenfolge verursacht teure Nacharbeit.
- Zusatzkosten wie Gerüst, Dachüberstand-Anpassung oder Entsorgung sind explizit ausgewiesen, nicht versteckt.
- Warnsignal: Auffällig niedrige Pauschalpreise ohne Aufschlüsselung nach Material, Lohn und Gerüst.
- Warnsignal: Kein Hinweis auf eine erforderliche Dampfbremse oder auf Perimeterdämmung im Sockelbereich – häufige Ursache für spätere Feuchtigkeitsschäden.
Rechtslage, Stand heute
Wird mehr als 10 % einer Bauteilfläche ohnehin neu verputzt oder saniert, schreibt das GEG einen U-Wert von maximal 0,24 W/(m²K) für Außenwände vor. Bei einem Eigentümerwechsel besteht zudem für die oberste Geschossdecke eine Nachrüstpflicht innerhalb von zwei Jahren, sofern sie noch ungedämmt ist.
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